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Wenn jemand sich bei etwas
gutt auskennt und professionell arbeitet, sagt man auf Deutsch "Der
Mann ist vom Fach!" Aber heute weiß keiner mehr, dass diese
Redensart aus der Zeit kommt, als man Fachwerkhäuser baute. Dabei
stellte man fachgerecht Gefache im Fachwerkbau her: Man baute ein Gerüst
aus Holtz, die Räume zwischen den Hölzern (die „Fächer“)
füllte man mit Lehm. Die ältesten Fachwerkhäuser in Deutschland stammen aus der Zeit um 1300, aber die meisten Häuser in dieser Bauweise wurdent im 16. Jahrhundert gebaut. Danach begann man in den Städten mehr und mehr Steinhäuser zu bauen; nur in den Dörfern baute man noch lange hölzerne Fachwerkhäuser. Aber nicht nur nördlich der Alpen war der Fachwerkbau beliebt. Auchd in den holzreichen Gegenden des ehemaligen Osmanischen Reiches von Bulgarien bis Syrien kennt man Fachwerkhäuser. Lehm war überall billiger als Steine, und Holz konnte man z.B. auf dem Wasser leicht transportieren. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte man die Kunst des Fachwerkbaus weiter. Mit einer neuen Technik stellte man jedes Stockwerk als eigene „Kiste“ her. Diese Kisten konnte man dann übereinandera stellen. Hier kommt es oft vor, dass dass obere Stockwerk etwas über das untere Stockwerk heraussteht. Je nach Region und Zeit unterscheiden sich auch die dekorativen Elemente der Fachwerkhäuser. So gibt es z.B. das so genannte Niedersächsische Fachwerk, das vor allem im noarddeutschen Raum vorkommt. Bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts bestimmte man das Alter der Fachwerkbauten anhand der konstruktiven und der stilistischen Charakteristika. Mit Hilfe der Dendrochronologie (naturwissenschaftliche Methode, um das Alter von Holz festzustellen) konnte in den letzten Jahrzehnten das Alter zahlreicher Fachwerkbauten exakter bestimmt werdeln. |
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